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Die Galapagos Inseln
Die Galapagosinseln wurden am 10. März 1535 zufällig von
den Spaniern entdeckt.
Die Inselgruppe besteht aus mehreren größeren Inseln:
Fernandina, Isabela, Santa Cruz, Floreana,San Cristóbal,
Santa Fe, Bartolomé, Plazas, Daphne, Genovesa,
Española, Seymour, Santiago und Rábida sowie aus
vielen kleineren Inseln, die nicht alle betreten werden
können.
Die Galapagos Riesenschildkröte auf
Santa
Cruz
Copyright © by Howard Banwell
Im 19. Jahrhundert benannte man die Inseln nach den dort
vorkommenden Riesenschildkröten in Galapagos um. Am 12.
Februar 1832 nahm General José María Villamil die
Inseln für Ecuador in Besitz und es begann die erste
dauerhafte Besiedlung.
Zuvor waren die Inseln im Besitz Spaniens.
Als Begleiter von Robert Fitzroy,
dem Kapitän der HMS Beagle, die auf einer
fünfjährigen Expedition nach Südamerika auch die
Galapagos Inseln erreichte, besuchte Charles Darvin 1835, also 300
Jahre nach deren Entdeckung, die Inseln.
Am 04. Juli 1959 erklärte die Regierung Ecuadors die Inseln
zum Nationalpark Galapagos.
1968 waren 97 % der Landfläche unter Schutz des Nationalparks
gestellt. Heute bieten die Inseln ein ideales Freilandlabor, um die
Evolution zu beobachten.
Ein Besuch der Galapagos Inseln lohnt sich auf jeden Fall.
Man kann hier vor Ort günstig buchen. Entweder mit dem Flugzeug
von Quito aus zu den Inseln und dort dann mit
einem Boot die verschiedenen Inseln besuchen, oder
eine Kreuzfahrt buchen, was aber wesentlich mehr Zeit
in
Anspruch nimmt.
Eine Nationalparkgebühr von z.Z. 100 USD (bar am Flughafen in
Galapagos zu entrichten) und eine Flughafengebühr müssen mit eingeplant
werden.
Die Inseln
Galapagos Übersicht
Fernandina
Die Insel trägt ihren Namen zu Ehren von König Fernando
II. von Spanien und ist mit 643 km² die drittgrößte
Insel, die aus einem riesigen aktiven Schildvulkan besteht, dessen
Höhe 1.494 m erreicht. Fernandina ist die jüngste und
vulkanisch aktivste Insel im Archipel und befindet sich derzeit
genau über dem Hot Spot. Der letzte Vulkanausbruch war 1995.
Zu kleineren Ausbrüchen kommt es immer wieder.
Die Tierwelt:
Landleguane, Galápagos-Schlangen, Lavaechsen,
Reisrattenarten, Galápagos-Bussarde, Schleiereulen,
Darwinfinken, Braunmantel-Austernfischer, Wanderwasserläufer,
Kanadareiher, Galápagos-Seelöwen, Rote Klippenkrabben,
Meerechsen, flugunfähiger Kormoran,
Galápagos-Pinguine.
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Isabela
Mit 4.588 km² ist Isabela die größte Insel des
Archipels. Sie setzt sich aus fünf Schildvulkanen zusammen. Im
Norden sind die Vulkane Wolf, mit 1.677m der höchste, Darwin
und Alcedo, im Süden die Vulkane Sierra Negra und Cerro Azul.
Im Süden liegt das Hafenstädtchen Puerto Villamil und
20km davon entfernt das Dorf Tomás de Berlanga.
Die Tierwelt:
Galápagos-Riesenschildkröten, Darwinfinken, Grüne
Meeresschildkröten, Meerechsen, Flugunfähige Kormorane,
Flamingos, Galápagos-Pinguine,
Galápagos-Spottdrosseln, Blaufußtölpel,
Braunpelikane, Landleguane, Galápagos-Seelöwen,
Lavareiher, Bahama-Enten, Galápagos-Bussarde.
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Santa Cruz
Santa Cruz ist mit einer Fläche von 986 km² die
zweitgrößte der Galápagosinseln. Puerto Ayora ist
der größte Ort der Inseln und das touristische Zentrum.
Hier befindet sich auch die Charles - Darwin - Forschungsstation
und die Nationalparkverwaltung. Die
Charles-Darwin-Forschungsstation ist Montags - Freitags von
8.00-12.00 Uhr und 13.00-16.00 Uhr, sowie Samstag vormittags zu
besichtigen. Eine geologische Besonderheit der Insel sind fast
vollständig erhaltene Lavatunnel von beträchtlichen
Ausmaßen. Sie gehören mit fast 2 Km Länge und bis
zu 10m Höhe zu den größten Formationen dieser Art
auf der Welt.
Die Tierwelt:
Darwinfinken, Galápagos-Tyrannen, Regenkuckuk,
Sumpfohreulen, Galápagos-Rallen,
Galápagos-Riesenschildkröte, Flamingos, Bahama-Enten,
Stelzenläufer, Lavareiher, Silberreiher, Kanadareiher,
Braunpelikane, Blaufußtölpel, Grüne
Meeresschildkröten, Goldene Rochen, Adlerrochen,
Weißspitzen-Hundshaie.
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Floreana
Die im Süden liegende Insel ist 173 km² groß und
weist eine ganze Anzahl von Parasitärkegeln auf, die bis zu
640 m hoch sind. Die älteste Lava ist 1,5 Millionen Jahre alt,
womit diese Insel zu den älteren des Archipels zählt.
Floreana ist eine der wenigen Inseln, die zwei
Süßwasserquellen aufweisen kann.
Die Tierwelt:
Darwinfinken, Galápagos-Seelöwen, Flamingos, Grüne
Meeresschildkröte, verschiedene Seevögel,
Rotschnabel-Tropikvögel, Gabelschwanzmöwen,
Stelzenläufer, Bahama-Enten, Stachelrochen, Yellow-Tailed
Surgeonfishes, Yellow-Tailed Grunts, Harlequin Wrasses, Creole
Fishes, Hammerhaie.
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San Cristóbal
Die 558 km² große Insel San Cristóbal besteht aus
einem lange erloschenen stark erodierten Vulkan, der sich im
Südwesten bis auf 730 m hoch erhebt und bedingt durch
reichliche Niederschläge sehr feuchtes Klima aufweist, die
flache Nordosthälfte der Insel ist dagegen sehr trocken. Die
größte Siedlung auf San Cristóbal ist Puerto
Baquerizo Moreno mit dem größten Fischereihafen von
Galápagos. Der 1988 eröffnete Flughafen trug dazu bei,
daß die bis dahin nur von wenigen Touristen besuchte Insel
zum zweitgrößten Touristenzentrum wurde, mit Hotels,
Restaurants, Souveniergeschäften und einem kleinen Museum.
Die Tierwelt:
Galápagos-Riesenschildkröten, Monarch-Schmetterlinge,
Darwinfinken, Galápagos-Seelöwen,Fregattvögel,
Blaufußtölpel, Silberreiher, Regenbrachvögel,
Bahama-Enten, Teichhühner, Einsiedlerkrebse.
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Santa Fe
Südwestlich von Santa Cruz liegt die 24 km² große
Insel Santa Fe. Sie besteht aus einem gehobenen Lavaplateu marinen
Ursprungs, das in mehreren Stufen bis auf 259 m ansteigt.
Die Tierwelt:
Galápagos-Seelöwen, Galápagos-Reisratte,
Santa-Fe-Landleguane, Galápagos-Schlangen,
Galápagos-Spottdrosseln, Galápagos-Bussarde,
Goldwaldsänger, Darwinfinken, Galápagos-Tauben,
Weißspitzen-Hundshaie, Adlerrochen.
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Bartolomé
Die Insel Bartolomé ist nur 1,2 km² groß und
liegt nahe der Ostküste von Santiago. Wegen ihrer
atemberaubenden Szenerie gehört die Insel zu den am meisten
besuchten im Archipel. Schwarze Lavafelder und graubraune
Schlackenkegel kontrastieren mit grünen Vegetationsinseln und
grellweißen Sandstränden. Die Insel eignet sich
hervorragend zum eingehenden Studium vulkanischer Formationen, es
gibt Panhoehoe-Lava, kleine Hornitos, Schweißschlackenkegel,
Überreste von Lavatunneln und Tuffkegel zu sehen. Das
Wahrzeichen der Insel ist Pinnacle Rock, eine Felsnadel, die
wahrscheinlich der Überrest eines Tuffkegels ist.
Die Tierwelt:
Rote Klippenkrabben, Meerechsen, Galapagos-Pinguin, Lavaechsen,
Galápagos-Schlangen, verschiedene Küstenvögel,
Moskitos, Grüne Meeresschildkröten,
Weißspitzen-Hundshaie, Seeanemonen, Bleistiftseeigel,
Grüne Seeigel, Steinkorallen, Schwämme, Manteltiere,
Kalkalgen, Muränen, Riffbarsche, Galápagos-Kaiserfisch,
Papageifische, Halfterfisch, Bullseye (Kugelfisch).
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Plaza Sur
Zu den beliebtesten Touristenzielen gehört die 13 ha kleine
Insel Plaza Sur. Sie liegt mit ihrer Schwesterinsel Plaza Norte,
die jedoch nicht besuchbar ist, vor der Ostküste von Santa
Cruz. Plaza Sur steigt als gehobenes Lavaplateau marinen Ursprungs
im Süden steil aus dem Wasser auf und neigt sich gegen Norden
zu einer flachen Felsenküste. Die Insel beherbergt trotz ihrer
kleinen Größe eine erstaunliche Fülle an Pflanzen
und Tieren. Charakteristisch für diese Insel sind die
Galápagos-Sesuvien, die in der Regenzeit die Insel mit einem
grünen Teppich überziehen, der dann während der
Trockenzeit zu einem tiefen Rot wechselt.
Die Tierwelt:
Landleguane, Galápagos-Seelöwen, Goldwaldsänger
Gabelschwanzmöwen, Audubon-Sturmtaucher,
Rotschnabel-Tropikvögel, Grüne Meeresschildkröten,
verschiedene Haie, Gestreifte Meeräsche,
Madeira-Wellenläufer, Braunpelikane, Prachtfregattvögel,
Blaufußtölpel, Maskentölpel, Meerechsen.
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Daphne Mayor
Das Vogelparadies Daphne Mayor darf wegen starker Erosionsgefahr
nur mit einer speziellen Sondererlaubnis der
Nationalparkbehörde von kleinen Gruppen besucht werden. Die 32
ha kleine Insel ist die Spitze eines Tuffkegels, der 120 m hoch aus
dem Meer ragt. Sie liegt mit ihrer Schwesterinsel Daphne Menor, die
nicht besuchbar ist, westlich von Baltra. Hauptattraktion sind die
vielen jagenden und sturzflugtauchenden Seevögel.
Die Tierwelt:
Darwinfinken, Audubon-Sturmtaucher, Madeira-Wellenläufer,
Gabelschwanzmöwen, Rotschnabel-Tropikvögel,
Blaufußtölpel, Maskentölpel, Elliot-Sturmschwalben,
Odinshühnchen.
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Genovesa
Genovesa ist die einzige für Besucher freigegebene Insel
nördlich des Äquators. Sie ist 14 km² groß und
ragt als Spitze eines erloschenen Schildvulkanes, der einen kleinen
Salzsee beherbergt, 76 m hoch sanft ansteigend aus dem Meer. Wegen
seiner isolierten Lage weit im Norden ist Genovesa ausser von
Meerechsen nicht von Reptilien besiedelt. Im Süden der Insel
wurde durch die Wucht der Wellen eine Bucht gebildet, die
Darwin-Bay, die sich ausgezeichnet als Ankerplatz eignet und auch
der Ausgangspunkt für die Inselexkursionen ist.
Die Tierwelt:
Galápagos-Tauben, Sumpfohreulen,
Galápagos-Spottdrosseln, Darwinfinken, Krabbenreiher,
Lavareiher, Rotfußtölpel, Bindenfregattvögel,
Galápagos-Wellenläufer, Gabelschwanzmöwen,
Rotschnabel-Tropikvögel, Maskentölpel, Lavamöwen,
Meerechsen, Galápagos-Seebären,
Galápagos-Seelöwen, Galápagos-Winkerkrabben,
Hammerhaie.
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Española
Die 60 km² große Insel Española gehört zu
den ältesten im Archipel. Sie besteht aus einem flachen
Plateau aus Basaltlava und hat ihren höchsten Punkt am
südlichen Steilabbruch, der nach Norden hin allmählich
abfällt. Im Südwesten der Insel gibt es an der Küste
einen Spalt in der Lavadecke, das sogenannte Blasloch, durch den
bei hohem Seegang Meerwasser hineingepreßt wird, das bis zu
20 m hoch in die Luft schießt. Eine besondere Attraktion
Españolas ist die große Brutkolonie der
Galápagos-Albatrosse. Hier brütet fast die gesamte
Weltpopulation dieser Vögel mit etwa 12 000 Paaren.
Die Tierwelt:
Galapagos-Seelöwe, Hood-Spottdrosseln, Meerechsen,
Galápagos-Bussard, Lavaechsen, Blaufußtölpel,
Maskentölpeln, Galápagos-Albatrosse,
Rotschnabel-Tropikvögel, Gabelschwanzmöwen,
Galápagos-Tauben, Goldwaldsänger,
Galápagos-Schlangen,
Galápagos-Riesenschildkröten, Darwinfinken, Rote
Klippenkrabben.
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Seymour
Die 1,9 km² große Insel wird von den meisten
Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Sie ist für viele Besucher die
erste Station, da die meisten ganz in der Nähe auf Baltra
ankommen. Auch Seymour ist ein Lavaplateau submarinen Ursprungs,
das sich im Laufe von Millionen Jahren aus dem Meer erhob. Eine
besondere Attraktion dieser Insel sind die großen
Nistkolonien von Prachtfregattvögeln und
Blaufußtölpeln.
Die Tierwelt:
Prachtfregattvögel, Blaufußtölpel,
Galápagos-Seelöwen, Gabelschwanzmöwen, Meerechsen,
Galápagos-Schlangen, Lavaechsen, Landleguane,
Darwinfinken.
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Santiago
Santiago, auch San Salvador genannt, ist mit 585 km² die
viertgrößte Insel. Der 907 m hohe Vulkan Cerro Cowan im
Nordwesten ist schon lange nicht mehr aktiv. Um die Sullivan Bay
findet man eine urtümliche Vulkanlandschaft aus schwarzem
Basalt aus jüngerer Zeit und rötlichen Schlackekegeln
älteren Datums. Im südlichen Teil der James Bay in Puerto
Egas findet man ausser einigen verfallenen Häusern einen mit
Meerwasser gefüllten Krater, aus dem früher Salz gewonnen
wurde, der aber inzwischen ein Flamingo-Schutzgebiet ist.
Die Tierwelt:
Flamingos, Galápagos-Tauben, Galápagos-Spottdrossel,
Galápagos-Tyrannen, Darwin-Finken, Galápagos-Bussard,
Rubintyrannen, Lavareiher, Krabbenreiher, Rote Klippenkrabben,
Braunmantel-Austernfischer, Steinwälzer,
Wanderwasserläufer, Meerechsen,
Galápagos-Seelöwen, Galápagos-Seebären,
Lavaechsen, Geisterkrabben, Seepocken, Einsiedlerkrebse, Grüne
Seeigel, Bleistiftseeigel, Grüne Meeresschildkröten,
Große Tümmler, Galápagos-Winkerkrabbe,
Braunpelikane, Blaufußtölpel, Heuschrecken,
Skorpione.
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Rábida
Einige Kilometer südlich von Santiago liegt die 5 km²
große Insel Rábida. Auf dieser Insel findet man die
größte Vielfalt an Lavatypen, die durch ihren hohen
Anteil von Eisenoxyd vorwiegend rot sind; auch der Strand von
Rábida ist rot gefärbt. Im Norden hinter den
Küstendünen liegt eine idyllische Salzwasserlagune.
Die Tierwelt:
Braunpelikane, Galápagos-Seelöwen, Noddys,
Blaufußtölpel, Bahama-Enten, Sandregenpfeifer,
Stelzenläufer, Flamingos, Geisterkrabben, Darwinfinken.
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