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Quito - Hauptstadt von Ecuador
Quito ist die Hauptstadt von Ecuador und liegt 20 Kilometer
südlich des Äquators in einem 2.850 m hohen Becken
der
Anden. Sie ist mit rund 1,4 Millionen Einwohnern nach Guayaquil die
zweitgrößte Stadt des Landes. Außerdem ist
sie
Hauptstadt der Provinz Pichincha und des Kantons Quito.
Der Vulkan Cotopaxi ist
bei guter Fernsicht von
Quito aus schön zu sehen
Copyright © by Ralf Nagel
Man hat von Quito aus eine spektakuläre Aussicht nach
Südosten auf den Vulkan Cotopaxi mit 5.897 Metern
Höhe.
Die Kathedrale an der
"Plaza de la Independencia"
Copyright © by Brian James Mc. Morro
In der weiteren Umgebung, aber noch gut zu sehen, befinden sich
außerdem die aktiven Vulkane Cayambe mit 5.790 Metern
Höhe, Antisana mit 5.753 Metern Höhe, Illiniza mit
5.263 Metern Höhe und zahlreiche kleinere Vulkane.
Am 6. Dezember 1534 wurde Quito auf den Ruinen einer Siedlung der
Shyri, der Ureinwohner dieses Gebietes, und später einer
Inka-Stadt auf diesem Gebiet, gegründet.
1978 wurde die Altstadt von Quito von der UNESCO zum "Ersten
Weltkulturerbe" erklärt und so sind die alten Gebäude
im
Kolonialstil, die Kirchen und Plätze vor Zerstörung
und
Verschandelung geschützt.
Besonders die Altstadt legt ein Zeugnis über die einzigartige
Verbindung ab, die die alte indianische Kultur und die der
spanischen Eroberer hier im Hochland der Anden eingegangen sind.
Das Herz der Stadt schlägt im Kolonialviertel. Den Bau dieses
Viertels nahmen die Spanier in Angriff, nachdem sie die Stadt im
16. Jahrhundert von den Inkas erobert hatten. Der Name Quito ist
vom ursprünglichem "Quitsa-to" abgeleitet, was für
"Mittelpunkt der Erde" steht.
Die Altstadt mit ihren weißgetünchten
Häusern und
den steilen, engen Gassen ist vor allem vom Katholizismus
geprägt, den die Spanier - bis heute erfolgreich - nach
Südamerika exportierten. Die vielen Kirchen werden nach wie
vor rege genutzt; sie sind immer für Gläubige
geöffnet und die Messen beginnen bereits früh morgens
um
06.00 Uhr.
Der
Präsidentenpalast an der
"Plaza de la
Independencia"
Copyright © by Jeff Anderson
Der weiße Palast des Präsidenten von Ecuador liegt
an
der "Plaza de la Independencia" ("Platz der Unabhängigkeit")
und wird von der Präsidentengarde bewacht. Die große
Wachablösung findet montags um 10.30 Uhr statt.
Die Garde trägt die alten Uniformen und ist mit
Säbeln
und Karabinern bewaffnet.
Die weiße
Kathedrale an der
"Plaza de la
Independencia"
Copyright © by Ralf Nagel
Gegenüber dem Präsidentenpalast steht die
schneeweiße Kathedrale von Quito.
Hier an der "Plaza de la Independencia" kommen sich Staat und
Kirche Ecuadors räumlich besonders nahe.
1863 wurde der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt.
1889 führte eine Liberalisierungs- bewegung zu einer
Trennung von Staat und Kirche.
1904 wurde die Kirche per Gesetz dem Staat unterstellt. Der
kirchliche Besitz wurde konfisziert und die verfassungsrechtliche
Religionsfreiheit garantiert.
Der Glockenturm der
weißen Kathedrale
Copyright © by Jeff Anderson
Heute sind rund 95
Prozent der Bevölkerung
römisch-katholisch. Der Staat wollte die absolute Kontrolle
über weite Bereiche der Gesellschaft erlangen, welche bis zu
diesem Zeitpunkt ausschließlich der Kirche und ihren
verbündeten Großgrundbesitzern korrespondierten.
Dazu gehörten die Trennung von Kirche und Staat, eine
weltliche Ausbildung, zivile Heirat und Scheidung, Abschaffung von
Tributszahlungen an die Pfarreien, Religions- und Kulturfreiheit,
Mitsprache bei Bischofswahlen, oder die wirtschaftspolitische
Emanzipation der Frau. Nach Herausgabe eines Erlasses namens "ley
de manos muertas" (Gesetz der toten Hände) wurden in diesem
Zusammenhang riesige Latifundien der katholischen Kirche und ihrer
Ordensgemeinschaften konfisziert und dem Staat zugeführt.
Die Indianer des Oriente und anderer Landesteile bekennen sich
weiter zu Naturreligionen. Sie haben auch eine heute vom Staat mehr
oder weniger geduldete eigene Gerichtsbarkeit, indem Viehdiebe mit
Brennesseln ausgepeitscht und mit kaltem Wasser übergossen
werden. Teilweise kommt es auch zur Lynchjustiz und zur Verbrennung
bei lebendigem Leibe.
Der Sitz des
Bürgermeisters
Copyright © by Jeff Anderson
Neben dem Bürgermeister hat am Unabhängigkeitsplatz
auch
der Erzbischof von Quito seinen Sitz. Quito ist Sitz des Erzbistums
Quito und der Katholischen Bischofskonferenz Ecuadors.
Zum
Erzbistum Quito, das den Osten der Provinz Pichincha umfasst,
gehören die politischen Kantone Quito, Mejía,
Rumiñahui, Pedro Moncayo und Cayambe und mehr als 150
Pfarrgemeinden, die meisten davon im Bereich der Stadt und des
Metropoldistrikts Quito.

Der Sitz des Erzbischofs
von Quito
Copyright © by Jeff Anderson
Das Panecillo
Copyright © by Jeff Anderson
Zum "Panecillo", einem Hügel in der Mitte Quitos mit dem
weithin sichtbaren Denkmal "La Virgen de Quito", geht es ziemlich
steil über Kopfsteinpflaster nach oben. Die Aussicht
über
ganz Quito und die umliegende Bergwelt entschädigt aber diese
Mühe. Der Hügel des Panecillo, mit seinen drei
tausend
Metern Höhe, trennt den Südteil vom Nordteil der
Stadt
Quito.
1976 schuf der spanische Künstler Agustín des
Herrán Matorras die Statue der Jungfrau Maria aus Aluminium.
Das Denkmal, das auf der Spitze des Hügels steht, besteht aus
siebentausend. einzelnen Stücken Aluminium und wird, als die
grösste Aluminiumdarstellung der Welt betrachtet.
Kirche an der "Plaza San
Francisco"
Copyright © by Jeff Anderson
In der Altstadt, an der
"Plaza San Francisco" mit seiner Kirche und
dem Kloster, dem ältesten religiösen Gebäude
in
Südamerika überhaupt, dessen Bau 1534 von den
Spaniern
begonnen und erst 70 Jahre später vollendet wurde, besichtigen
wir die innen reich mit Gold geschmückte Kirche. Man sieht in
den Kirchen immer auch frische Blumen. Am Eingang kann man Kerzen
kaufen, die man anzündet, um sich oder anderen einen Wunsch zu
erfüllen.
Ein Besuch des Archäologischen Museums, das im "Casa de
Cultura" (Haus der Kultur) untergebracht ist, sollte man sich nicht
entgehen lassen. Ausgestellt sind Kunstschätze aus
Prä-Kolumbianischen Kulturen, Töpfereien,
Goldschmuck,
Handarbeiten, religiöse Kunst und Gemälde von der
Kolonialzeit bis heute.
Das erste 5-Sterne-Hotel
von Quito"
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Gleich gegenüber des "Casa de Cultura" besuchen wir den Park
"El Ejido", wo Maler. ihre Bilder zum Kauf ausstellen.
Anfang Dezember finden in der Arena am "Plaza de Toro"
Stierkämpfe statt, die sehr gut besucht sind.
Die "Fiesta Quito" in
der ersten Dezemberwoche
Copyright © by Ralf Nagel
Wessen Sache das nicht ist, der kann sich zum Nationalfeiertag am
6. Dezember die Umzüge an der "Avenida Los Shyris" ansehen.
Einen guten Platz sollte man sich aber schon früh genug
sichern. Diese Umzüge von Tanzgruppen, Kapellen und
Schülern beginnen gegen 10.00 Uhr und dauern meistens 5
Stunden.
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